Meister über 130000
Pferdestärken
Beratungsbeispiel 2
Beratungsbeispiel 2:
Meister über 13.000 Pferdestärken
AusgangslageEin Mobilitäts- und Logistikunternehmen will seine Nachwuchsförderung für Lokführer optimieren. Die erfahrenen Lokführer sollen den Nachwuchs "on-the-job" begleiten, was für erstere mit Mehrarbeit und unbeliebten Schichtwechseln verbunden ist. Die Widerstände bei der älteren Belegschaft in Hinblick auf den Einarbeitungsplan stellen jedoch nur eine Seite der Medaille dar. Denn die älteren Lokführer erleben einen massiven Bedeutungsverlust. War der "Meister über 13.000 Pferdestärken" einst ein Berufsbild mit hohem Ansehen, so haben sich der Berufsalltag und die Karrieremöglichkeiten zunehmend verändert. Beispiel: Während früher nur bestimmte Strecken zu bedienen waren, ist heute mehr Flexibilität im Dienst gefragt. In punkto Entlohnung und Aufstieg ist die Entwicklung innerhalb der Berufsgruppe schnell ausgereizt..
- Die in der Regel "einsame" Arbeit des Lokführers ("lonely rider") führt zudem dazu, dass der Kontakt zu Kollegen und zum Gesamtunternehmen nur schwach ausgeprägt ist.

VorgehensweiseIm Sinne eines ganzheitlichen Talent Managements sind sowohl junge Talente als auch die für den Unternehmenserfolg wichtigen älteren Kollegen einzubeziehen. Daher führen wir eine Großgruppenveranstaltung durch, die die emotionale Bindung zwischen jungen und alten Talenten stärken und die Identifikation aller Gruppen mit dem Unternehmen und seinen Umbrüchen intensivieren soll.

Die Veranstaltung adressiert sowohl die Sorgen als auch die Hoffnungen der Lokführer und bezieht sie aktiv in die Lösungsfindung mit ein. Elemente des Events sind zum Beispiel die gemeinsame Erinnerung an die Motivation, die einst zur Wahl des Berufs führte oder offene Interviews im Plenum mit den Führungskräften zu den Erfolgen und der Zukunftsperspektive des Unternehmens. Noch an Ort und Stelle werden Maßnahmen vereinbart, die sowohl jüngere als auch ältere Lokführer einbeziehen.

ErfolgeDie Teilnehmer verließen die Veranstaltung sichtlich motiviert. Vor allem auch deshalb, weil ihnen die Bedeutung der Nachwuchsförderung und die Verantwortung der älteren Mitarbeiter dafür klar wurde. Als nachhaltige Erfolge sind zu verzeichnen: Die Einarbeitungspläne werden von allen mitgetragen. Auch auf informeller Ebene entstehen Initiativen zur Begleitung der Jungen durch die Alten, zum Beispiel in Form von Tandems.